STOPP-REGEL

Im Bildungshaus Walddorf gilt die Stopp-Regel. Jeder Teilnehmer ob Groß oder Klein hat jederzeit das Recht die Stopp-Regel anzuwenden. Sobald sich jemand bedrängt oder verletzt fühlt oder aus dem Spiel ernst wird, ruft er seinem Gegenüber ein STOPP zu. Gleichzeitig streckt er diesem seine Hand entgegen. Damit wird sichtbar und deutlich gezeigt HÖR AUF (mich zu beleidigen, in diesem Ton mit mir zu reden, zu berühren etc.).

Hält sich derjenige nicht an dieses Stopp-Signal ruft der Betroffene ein zweites Mal laut Stopp und streckt erneut seine Hand entgegen. Jetzt sind alle umliegenden Personen gefragt. Sie haben die Pflicht einzugreifen und darauf zu achten, dass die Stopp-Regel nun eingehalten wird. Gelingt dies nicht, holt er sich Hilfe von einer Aufsichtsperson. Von klein auf wird der Umgang mit dieser Regel in Trainingseinheiten geübt. Die Kinder lernen sich nicht zu schlagen, sie lernen, dass sie auch Erwachsenen gegenüber die Stopp-Regel anwenden können.


Lehrer/innen, Erzieher/innen, Eltern können gleichfalls die Regel untereinander anwenden: Stopp-Regel-Verstoß
  • wie dieses Fehlverhalten vermieden werden kann
  • wie ich den angerichteten Schaden gut mache
  • und es wird eine Zielvereinbarung getroffen, die gemeinsam unterschrieben wird (Schüler / Eltern / Erzieher) 
 
Sichtbarer Erfolg der durchgehenden Anwendung dieser Regel im Bildungshaus ist die Tatsache, dass kein Schulsozialarbeiter mehr gebraucht wird. Darüber hinaus finden Kinder, die bisher an anderen Orten gescheitert sind, hier eine Neuorientierung. Kinder wenden mit Freude diese Stopp-Regel auch zuhause an.